Die Kunst des Schauspiels
Ist´s nicht erstaunlich, das dieser Spieler hier, bei einer bloßen Dichtung, einem Traum der Leidenschaft, vermochte seine Seele nach eignen Vorstellungen so zu zwingen, dass sein Gesicht von ihrer Regung blasste, sein Auge nass, Bestürzung in den Mienen, gebrochne Stimm, und seine ganze Haltung gefügt nach seinem Sinn. Und alles das, um Nichts! Ein Meister seines Fachs! Er passt die Gebärde dem Wort, das Wort der Gebärde an und achtet sonderlich darauf, die Bescheidenheit der Natur, niemals zu überschreiten.
Text aus „Hamlet“ von William Shakespeare (1564 – 1616) / Übersetzung von August Wilhelm Schlegel (1767 – 1845)
Shakespeare Projekt
Sascha Wild schrieb die Film-Musik für Dag Freyer´s Dokumentation „Shakespeares Traumfabrik“ und bat mich um eine Sprachaufnahme einer Shakespeare Sonate. Wir haben gleich bei der besagten Aufnahme künstlerisch zueinander gefunden. Ein wunderbares Musiktheaterprojekt entstand durch diese Zusammenarbeit. Seine Musik und meine Stimme verbinden sich auf eine besondere Weiße und lassen den Text von Shakespeare in neuem Glanz erscheinen.
Grundlagen
Im Kindesalter habe ich mich mit schauspielerischen Mitteln erfolgreich in die Herzen vieler Menschen gespielt, im alltäglichen Leben und später auch auf der Bühne. Weiteres Lernen über das Machen! Viel Literatur. Viele Workshops. Viel ausprobieren. Scheitern gehört dazu und ich entwickele mich immer weiter.
Gedanken und Ansichten des folgenden Schriftstellers, den ich sehr schätze. Hier ein kleiner Auszug aus dem Ketzerbrevier „Richtig und Falsch“ von David Mamet.
Übergreifende Kunst
Ich bin kein Solo-Artist. Ich arbeite sehr gerne im Team. Den Austausch der bei der Prozessarbeit mit anderen Menschen „Künstlern“ untereinander stattfindet liebe ich. So habe ich auf vielen Bühnen als Gastschauspieler Erfahrung gesammelt und wunderbare Menschen kennengelernt.
Gastschauspieler
In Frankfurt kommt man als Künstler nicht am Ensemble 9. November vorbei. Eine meiner liebsten Produktionen zusammen mit dem E9N war „LA STRADA 2012
Musiktheater nach dem Film von Frederico Fellini“
Eine kulinarische Theaterfeier
Von Stefan Michalzik (Frankfurter Rundschau, 05/03/2012)
„La Strada“ mit dem Ensemble 9. November
Helen Körtes Inszenierung „La Strada 2012“ mit dem Ensemble 9. November nach Federico Fellinis Filmklassiker von 1954 wartet mit einem zentralen Darstellerpaar auf — Raija Siikavirta und Claudio Vilardo, die Fellinis Schauspielerin Giuletta Masina und Anthony Quinn in einer bilderbuchhaften Weise optisch entsprechen.
Mein Einstieg beim großartigen THEATER WILLY PRAML war „Gyges und sein Ring“ von Friedrich Hebbel in der Produktion „1002 Nacht – Schwarze Jungfrauen“